Mission & Engineeringphilosophie

Wie febana denkt, wenn niemand zuschaut. Was wir für richtig halten, lange bevor es spezifiziert wird. Und warum bei uns Werkzeug, Prozess und Baugruppe immer als ein ganzheitlicher Ansatz entstehen — nicht als getrennte Einzelleistungen, sondern als perfekt aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem. Für unsere Kunden bedeutet das: weniger Schnittstellen, mehr Effizienz und verlässlich reproduzierbare Qualität von Anfang an.

  • Mission

    Komplexität reduzieren — durch Tiefe, nicht durch Auslagerung.

  • Haltung

    Werkzeug, Prozess und Baugruppe werden gemeinsam gedacht, nie getrennt.

  • Methode

    Frühe Einbindung, klare Schnittstellen, eine Hand am Steuer.

  • Maßstab

    Time to Market und eigendichte Funktion — beides messbar.

Wir reduzieren Komplexität für Hersteller, die Präzision brauchen.

Unsere Kunden bauen Sensorgehäuse, Steuerungen, Schalter, Antriebe, Diagnostikgeräte und sicherheitsrelevante Fahrzeugkomponenten. Sie haben hohe Anforderungen an Funktion, Serienqualität und Lieferfähigkeit — und gleichzeitig knappe Entwicklungszeiten und scharfe Kostenziele.

Genau in dieser Spannung arbeitet febana. Wir nehmen Komplexität aus den Lieferketten unserer Kunden, indem wir möglichst viele Schritte unter einem Dach abbilden: Konstruktionsunterstützung, Werkzeugbau, Stanztechnik, Spritzgießen, Montage, Prüfung und Verpackung. Das spart nicht nur Schnittstellen, sondern auch Korrekturen kurz vor Serienanlauf — die teuersten überhaupt.

Wie wir denken

Werkzeug, Prozess, Bauteil — ein Gedanke

Wer ein Spritzgießwerkzeug nur konstruiert, denkt anders als jemand, der das Werkzeug auch baut, fährt und das Bauteil zur Baugruppe weiterverarbeitet. Genau diese durchgängige Verantwortung ist bei uns der Standard, nicht die Ausnahme.

Eigendicht statt nachträglich abgedichtet

Eine eigendichte Baugruppe braucht keine zusätzliche Dichtung. Konstruktion, Werkzeug und Materialwahl sind so ausgelegt, dass die Funktion direkt aus der Geometrie entsteht — dichter, leichter, langlebiger und wirtschaftlicher.

Materialsubstitution als Engineering-Disziplin

Aluminium-Magnetventil-Block ersetzt durch modular angeordnete Schrittmotoren: über 70 Prozent Gewichtsersparnis, etwa 30 Prozent Kostenreduktion, höhere Lebensdauer, leiser, präziser. Das ist kein Materialwechsel — das ist Neuverstehen der Funktion.

Time to Market ist eine Engineering-Aufgabe

Schnelle Industrialisierung ist kein Marketingbegriff. Sie ist das Ergebnis aus Konstruktionsunterstützung, Prototyping, Werkzeugbau und Serienanlauf in einem durchgängigen Prozess. Wir messen, ob unsere Kunden früher liefern können — nicht, ob wir früher fertig sind.

Verfahrensinnovation als Prinzip

Wer denselben Prozess seit zehn Jahren so fährt wie früher, hat vermutlich aufgehört, hinzuschauen.

Innovation in der Fertigung sieht selten spektakulär aus. Sie zeigt sich in einer zusätzlichen Station im Folgeverbundwerkzeug, in einer kombinierten Beschnitt-Spritzguss-Operation, in einer neu ausgelegten Spannvorrichtung. Genau dort entsteht der Unterschied zwischen Standardfertigung und febana-Fertigung.

OneShot-Verfahrenskombinationen

Beschnitt von Organoblech direkt im Spritzgießwerkzeug, gefolgt vom Anspritzvorgang in einem einzigen Schuss. Höhere Qualität, definierter Kantenabschluss, kürzere Prozesszeit. Erprobt im Forschungsprojekt HyStamp mit der TU Braunschweig.

CptiveNut & Mehrkomponenten-Stanzteile

Mehrere Komponenten werden in einem Prozessschritt „verheiratet" — keine nachgelagerte Montage, keine Toleranzaddition. Standard-Bauteile wie CptiveNut entstehen hier in Großserie.

Eigene Steuer- und Prüfeinrichtungen

Die Automatisierung der Fertigung wird bei febana nicht zugekauft, sondern entwickelt — eigene elektronische Steuer- und Prüfeinrichtungen sichern Qualität und Reproduzierbarkeit über Jahrzehnte.

Mehrkomponenten-Spritzguss & Insert-Technik

LSR-Verbundteile, Stanzgitter umspritzt, Stanzbiegen im Spritzgießwerkzeug. Verfahrenskombinationen, die Schnittstellen eliminieren, statt sie zu managen.

Engineering-Philosophie ist nicht, was wir sagen — es ist, wie wir Projekte führen.

  • 01Früh einbinden

    Wir wollen vor dem CAD-Freeze beim Kunden am Tisch sitzen — nicht danach. Das spart Korrekturkosten, die später nur noch teuer behoben werden können.

  • 02Gemeinsam auslegen

    Werkzeuggerechtes Design, Materialwahl, Verfahrenskombination und Prüfkonzept werden in einem Schritt entschieden. Keine Übergaben, keine Reibung.

  • 03Konvergent fertigen

    Werkzeug, Stanzen, Spritzguss, Montage, Prüfung und Verpackung an einem Standort. Was zusammengehört, bleibt zusammen.

  • 04Serie absichern

    Qualität wird im Prozess erzeugt, nicht nachträglich geprüft. Eigene Prüfeinrichtungen, IPMA-Projektsteuerung, dokumentierter Anlauf.

Haltung

Inhabergeführt heißt langfristig denken

Drei Gesellschafter-Geschäftsführer entscheiden direkt — keine Quartalskennzahlen, keine Konzern-Rückkopplung. Das erlaubt uns, Maschinen und Verfahren über Jahrzehnte zu pflegen, statt sie nach Bilanzlogik zu optimieren.

Mittelstand heißt schnelle Entscheidungen

Wenn ein Kunde abends anruft, ist morgen früh die Lösung erarbeitet. Kurze Wege in der Produktion, klare Verantwortungen, keine Eskalations-Matrix. Das ist kein Vertriebsvorteil — das ist Arbeitskultur.

Komplettservice ist eine Verpflichtung

Wer alles aus einer Hand anbietet, kann nichts mehr „auf den anderen schieben". Deshalb ist Komplettservice für uns kein Marketingbegriff, sondern ein Anspruch an die eigene Tiefe — Werkzeugbau inhouse, Prüftechnik inhouse, Steuerungen inhouse.

Präzision lernt man, sie wird nicht delegiert

Hochpräzision entsteht durch jahrelange Erfahrung mit dem Material, mit dem Werkzeug, mit der Maschine. Sie wandert nicht zwischen Lieferanten — sie wächst an einem Ort. Bei uns seit 1959 in Sömmerda.

Platzhalter

Was bleibt aus 65 Jahren Feinmechanik in Sömmerda.

Die Wurzeln der Sömmerdaer Feinmechanik reichen tief. Aus Anfangszeiten stammen Hochpräzisions-Bauteile wie die Kippschalter aus dem VEB Elektronik Gera — eingesetzt im Geheimprojekt der Raumstation Mir, von 1986 bis 2001 im Orbit. Sigmund Jähn flog 1978 mit Sojus 31 ins All. In dieser Tradition steht das Wissen, das heute durch unsere Maschinen, unsere Werkzeuge und unsere Mitarbeiter wandert.

Was sich verändert hat: Aus militärischen Spezialanwendungen wurden Automotive, Medizintechnik, Industrieanwendungen. Was geblieben ist: Der Anspruch, dass jedes Bauteil exakt dann funktioniert, wenn es muss — auch in einer Million Wiederholungen.

Präzision ist nicht, was wir verkaufen. Präzision ist, was wir gelernt haben — und nicht mehr verlernen.

Was wir nicht tun

  • Wir konstruieren keine Werkzeuge, die wir nicht selbst bauen würden.

  • Wir bauen keine Werkzeuge, die wir nicht selbst fahren würden.

  • Wir liefern keine Bauteile, die wir nicht selbst geprüft haben.

  • Wir versprechen keinen Liefertermin ohne dokumentierten Anlauf.

Woran wir uns messen lassen

Time to Market

Vom Design-Freeze zur Serienlieferung — gemessen, dokumentiert, kommuniziert.

Eigendichte Funktion

Bauteile, die ohne Zusatzdichtung funktionieren. Geometrie statt Klebstoff.

PPM-Niveau

Reklamationsraten in Promille statt in Prozent — auch bei Mio.-Stückzahlen.

Korrekturkosten-Vermeidung

Frühe Einbindung als wirtschaftlich messbarer Effekt — nicht nur als Versprechen.

Werkzeugverfügbarkeit

Eigener Werkzeugbau hält die Werkzeuge unserer Kunden über die gesamte Serienlaufzeit fit.

Projektablaufplan-Treue

IPMA-zertifizierte Projektleitung, wöchentliche PAP, transparenter Status.

Was uns wichtig ist

Genauigkeit beginnt vor der ersten Zeichnung.

Wer eine Anforderung exakt versteht, baut weniger falsch und ändert weniger nachträglich. Der teuerste Konstruktionsfehler ist der, der erst beim Anlauf sichtbar wird.

Funktion entsteht aus Geometrie.

Eine Dichtung, die zur Baugruppe gehört, ist besser als ei